Während der Coronaquarantäne hatte ich viel Zeit um zu lesen und konnte endlich meine Leseliste erweitern. Hier stelle ich die letzten sechs Bücher vor, die ich gelesen habe – vielleicht ist auch das eine oder andere für euch dabei. Es handelt sich nicht um Romane bzw. Geschichten, sondern eher um die Kategorie „Gesundheit / Persönlichkeitsentwicklung„. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, welche Bücher ich schon gelesen habe und welche die nächsten sein werden, dann folgt mir gerne auf der App „Goodreads“ unter Natacha.

The Secret von Rhonda Byrne

Dieses Buch wurde zwischenzeitlich sehr gehypt und deswegen musste ich es einfach lesen. Es beschreibt wie eine einzige Methode bzw. ein Gedanke das Leben in allen Bereichen verändern kann: Geld, Beziehungen, Gesundheit, die Welt, das Leben und man selbst. Das Gesetz der Anziehung ist ein Naturgesetzt und besagt, dass alles, was uns passiert von unseren eigenen Gedanken herbeigeführt wird. Wenn wir positives denken und visualisieren, dann kann uns nur Positives passieren.

Bereits die Aufmachung des Buches ist etwas speziell und so ist auch der Schreibstil. Vieles wiederholt sich immer wieder und man hat das Gefühl, für eine Sekte rekrutiert zu werden. Dadurch prägt sich die einfache Message allerdings sehr gut ein, keine Chance also das jemals wieder zu vergessen 😉  Das Gesetz der Anziehung ist auf eine Art und Weise sehr spirituell und man muss bereit sein, sich darauf einzulassen. Wenn man das kann, gibt es aber auf jeden Fall ein paar gute Lektionen für das Leben bzw. gute Anstöße, um das eigene Verhalten und die eigenen Gedankengänge zu hinterfragen.

Mein Fazit: 3/5

„Warum Diäten nicht funktionieren: weil sie sich darauf konzentrieren, Gewicht verlieren zu müssen, ziehen sie kontinuierlich mehr davon an, Gewicht verlieren zu müssen.“

The subtle art of not giving a Fuck von Mark Manson

Mark ist aus meiner Generation und nennt die Dinge beim Namen. Ich habe das Buch in der Originalfassung auf Englisch gelesen und fand seinen Schreibstil sehr zugänglich, verständlich und irgendwo auch witzig. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und bringt einen hier und da zum Schmunzeln. Er spricht darüber, wieso es ein Problem ist, wenn jeder außergewöhnlich sein möchte. Denn wenn außergewöhnlich zu sein zur Norm wird, ist es denn noch überhaupt außergewöhnlich? Ich würde das Buch jedem weiterempfehlen, der sich von dem Druck der heutigen Gesellschaft, Erfolgreich und Glücklich sein zu müssen, etwas lösen möchte – um dann eventuell tatsächlich etwas glücklicher zu sein.

Mein Fazit: 3/5

„Just as one must suffer physical pain to build stronger bone and muscle, one must suffer emotional pain to develop greater emotional resilience.“

Beweg dich! von Dr. Manuela Macedonia

In diesem Buch werden die neuesten Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft im Zusammenhang mit Bewegung dargestellt. Ich fand das extrem interessant, da einem ganz deutlich vor Augen geführt wird, wieso es so wichtig ist, sich im Alltag zu bewegen. Die Prozesse im Körper werden außerdem sehr einfach erklärt und mit Hilfe von Abbildungen dargestellt, so dass es auch wirklich jeder versteht. Spätestens nach diesem Buch wird auch der letzte Sportmuffel seinen Schweinehund überwinden und eine Runde in den Park laufen gehen – und zwar nicht für die Figur, sondern für das Gehirn und als Altersvorsorge.

Mein Fazit: 5/5

„Wir leben in einer Gesellschaft, die Träume verkauft. All das, was anstrengend ist, versuchen wir zu vermeiden. Wir kaufen jedes Wundermittel für teures Geld.“

The big 5 for Life von John Strelecky

Jeder Mensch hat seinen persönlichen Zweck der Existenz (ZDE), der einem Erfüllung gibt. Man wird sich seinem ZDE bewusst, in dem man beispielsweise 5 Dinge festlegt, die man tun, sehen oder erleben möchte, bevor man stirbt. Wenn man sein Leben danach richtet, den eigenen ZDE zu erfüllen, so wird man ein glückliches Leben führen. Unternehmen haben auch so etwas wie ein ZDE, eine Unternehmensvision. Idealerweise übt jeder Mensch einen Beruf aus, der zu seinem persönlichen ZDE passt. Dies würde bedeuten, dass er motivierter und dadurch auch produktiver ist, weil er durch die Arbeit nicht nur die Ziele seines Arbeitsgebers erfüllt, sondern auch seine eigenen. Ein tolles Buch, das nicht nur zur persönlichen Weiterentwicklung beiträgt, sondern auch Schlüsselerkenntnisse darlegt, denen jeder Geschäftsführer folgen sollte.

Mein Fazit: 5/5

„Wenn du am Ende deines Lebens zurückblickst und jeder Tag ist ein Exponat im Museum deines Lebens – gefällt dir dann, was du dort siehst, oder langweilst du dich?“

Das Café am Rande der Welt von John Strelecky

Das Café am Rande der Welt ist ein seltsamer Ort, in dem das Service Personal nicht nur French Toast zum Frühstück serviert, sondern auch Fragen stellt, die das Leben verändern können. In diesem Buch beschäftigt sich Strelecky weiterhin mit der Thematik des ZDE, aber diesesmal aus der rein persönlichen Perspektive. Mit Hilfe von kleinen Geschichten und einfachen Beispielen findet man zwar nicht sofort die Antworten auf die Fragen, aber jeder kann für sich individuell die richtige Richtung einschlagen. Wunderbar erzählt – sogar mit Parallelen zu „The Secret“.

Mein Fazit: 5/5

„Wir hoffen, dass die gekauften Dinge uns die Erfüllung bringen, die uns unsere tägliche Arbeit nicht bietet. Doch je mehr wir kaufen, desto mehr Rechnungen sammeln sich an und desto mehr Zeit müssen wir in der Arbeit verbringen, um alles bezahlen zu können“

Flow von Mihaly Csikszentmihalyi

Flow wird als Zustand des puren Glücks beschrieben, welchen man erlernen bzw. erzeugen kann indem man einem bestimmten System folgt. Dieses System besteht aus vier großen Säulen: Ziel, Rückmeldung, Regel und Herausforderung. Hat man genügend Konzentration und den Willen, die zur Erreichung des Zieles notwendigen Fähigkeiten zu erlernen, so kann man in den Zustand des Flows kommen und Glück empfinden.

Mihaly will uns mit seinem Buch vermitteln, dass Glück kein Zufall ist und jeder in der Lage ist das eigene Glück aus dem Nichts hervorzurufen. Sei es im Beruf, in zwischenmenschlichen Beziehungen, bei körperlichen oder geistigen Aktivitäten – kennt man einmal die Tools, so kann man sie in jedem Bereich anwenden und das Leben zum positiven wenden. Dieses Buch hat sehr interessante Ansichten zu den verschiedensten Themen und bringt einen sicherlich zum nachdenken. Allerdings ist es sehr umständlich geschrieben und man muss sich sehr konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren. Ich würde es nicht als eine leichte Bettlektüre bezeichnen 😉 Besonders gut haben mir ein paar Passagen gefallen, die eine Verbindung zu den Büchern von Strelecky (siehe oben) herstellen.

Mein Fazit: 3/5

„Bei der Untersuchung dessen, was zur Fähigkeit beiträgt, mit Stress umzugehen, muss man drei verschiedene Ressourcen unterscheiden. Die erste ist die Unterstützung, die von außen her zur Verfügung steht, besonders das gesellschaftliche Netz. (…) Die zweite sind die psychologischen Ressourcen eines Menschen, wie Intelligenz, Bildung und wichtige persönlichkeitsfaktoren. Die dritte Kategorie bezieht sich auf die Bewältigungsstrategien.“