Du bist Crossfit Anfänger oder überlegst schon länger, mit dieser Sportart anzufangen? Hier sind 10 Tipps für dich, wie du besser die Anfangszeit überstehst.

#1 Langsam anfangen
Crossfit ist eine sehr vielseitige Sportart, die nicht nur komplexe Bewegungen beinhaltet, sondern auch sehr intensiv sein kann und deinen gesamten Körper belastet. Crossfit Anfänger sollten nicht von heute auf morgen 4x die Woche zum Training gehen. Das wird nicht gut gehen und früher oder später zu Erschöpfung oder Verletzungen führen. Der Körper braucht Zeit, um sich an die neue Belastungsart zu gewöhnen.

#2 Nicht zu langsam anfangen
Du solltest dir aber auch nicht ewig Zeit lassen. 1x die Woche Crossfit zu machen wird keine großartigen körperlichen Veränderungen oder sportlichen Fortschritte mit sich bringen.

#3 Die Gruppenstunden besuchen
Skills wollen gelernt sein. Sei es Snatchen, Rudern oder Kettlebellswings. Bei den geleiteten Gruppenstunden ist immer ein TrainerIn dabei, der auf die richtige Ausführung der Bewegungen achtet. Alleine trainieren solltest du nur, wenn du schon genau weißt, was du tust. Außerdem lernst du in den Gruppenstunden Gleichgesinnte kennen und das Training macht doppelt so viel Spaß!

#4 Höre auf den Coach
Schwarze Schafe gibt es überall und in jeder Berufsgruppe. Aber die meisten Coaches wissen, worüber sie reden. Achte auf die Tipps, die sie dir während den Gruppenstunden geben und versuche diese umzusetzen, vor allem wenn es um komplexe Bewegungsabläufe geht wie beim Gewichtheben.

#5 Qualität vor Quantität
Man kann in „Crossfit“ sehr schnell reinkippen. Man will immer mehr Wiederholungen schaffen und immer mehr Gewicht bewegen. Insbesondere bei Wettkämpfen beobachte ich sehr oft, wie Bewegungen schlampig durchgeführt werden, vor allem wenn es um hohes Gewicht geht. Dies lässt sich in diesem Zusammenhang oft nicht vermeiden, denn im Wettkampf geht es konkret darum besser bzw. stärker als der Gegner zu sein. Das kann aber ordentlich nach hinten los gehen und zu schweren Verletzungen führen. Deswegen sollte man im Training viel mehr darauf achten, dass die Technik stimmt und keinen PR´s im Wochentakt hinterher laufen.

#6 Nicht alles auf einmal wollen
Pistols, Handstand Walk, Muscle Up, Toes 2 Bar… beim Crossfit gibt es so viele coole Bewegungen, da kann man schonmal euphorisch werden und sie alle auf einmal beherrschen wollen. Das wird aber nicht klappen. Entscheide dich lieber für ein oder zwei Übungen und arbeite gezielt daran. So wirst du schneller Erfolge sehen und das motiviert dich langfristig mehr!

#7 Nicht den Profi raushängen lassen
Crossfit Anfänger neigen dazu, sich sofort jede erdenkliche Ausrüstung zuzulegen, um zum „Club“ zu gehören, obwohl sie noch gar nicht viel können. Solange du nicht gewisse Standards erreicht hast, brauchst du auch keine Knieschoner, Grips, Weightlifting Gürtel usw… Wenn du eine komplette Crossfit Ausrüstung anstrebst sollten deine erste Anschaffungen eine Springschnur und vielleicht Weightlifting Schuhe (wenn du eine miese Mobility hast, so wie ich) sein. Alles andere kommt mit der Zeit.

#8 Wenig Chalk verwenden
Ähnlich wie bei #5, neigen viele dazu, sich sofort Grips anzuziehen oder die Hände mit Chalk einzureiben sobald das Wort „Bar“ fällt. Die Angst, sich die Hände bei T2B oder Pullups aufzureißen ist einfach zu groß. Wer diese zwei Hilfsmittel von Anfang an verwendet, wird seinen Händen nie die Möglichkeit geben, sich abzuhärten und mit der Belastung standzuhalten. Meine Faustregel lautet: Hilfsmittel nur bei längeren Workouts verwenden oder wenn man schon 40+ Sekunden an der Stange hängen oder +5 Kipping Pull Ups machen kann.

#9 Nicht vergleichen
Es ist Ok Vorbilder und Ziele zu haben, denn nur so findet man die Motivation, um weiter zu machen. Diese sollten aber mit einem gesunden Menschenverstand betrachtet werden. Jeder Mensch hat aufgrund seiner Genetik und Körperproportionen gewisse Grenzen. Jemand der 1,60m groß ist und 51 Kg wiegt wird zu 95% niemals das gleiche Gewicht bewegen können wie jemand der 1,72 groß ist und 74 Kg wiegt. Außerdem weißt du oft nicht, welchen sportlichen oder gesundheitlichen Hintergrund diese Person hat bzw. nicht hat.

#10 Be your own Muse
Am besten vergleichst du dich mit dir selber. Was konnte ich vor 1 Monat oder 1 Jahr und was kann ich jetzt? Ich verspreche dir, du wirst Fortschritte machen und nichts kann dich besser motivieren als deine eigenen Erfolge.

-> Ich bin kein Crossfit Anfänger mehr aber auch kein Profi oder ähnliches. Ich teile meine Erfahrungen und das, was ich durch mein eigenes Training und den Umgang mit qualifizierten Coaches und den besten Crossfittern Österreichs gelernt habe.
-> Die Bilder sind bei der diesjährigen Starship Trophy entstanden. Credits an BirgitChytrachek