Heute möchte ich mit euch meine Erfahrungen mit Supercycle Vienna teilen und wie das Training auf dem Fahrrad mir bei der Vienna City Marathon Vorbereitung geholfen hat.

In knapp zwei Wochen werde ich meinen ersten Halbmarathon in Wien laufen. Für die optimale Vorbereitung bin ich natürlich in den letzten Monate bzw. Wochen sehr viel gelaufen: ob Dauerläufe, Tempoläufe oder Intervalltrainings – es war alles dabei. Ich bin jetzt schon ziemlich nervös und kann an fast nichts anderes mehr denken. Diesen ständig Zwang, Laufen gehen zu müssen und der Druck, immer besser und schneller zu werden hat dazu geführt, dass ich in den letzten Tage den Spaß ans Laufen so gut wie verloren habe.

Vor Frust an der nicht vorhandenen Freude bin ich letzte Woche zu Supercycle Vienna gegangen. Supercycle ist im Grunde wie eine Spinning Trainingseinheit auf dem Ergometer. Der große Unterschied zu den klassischen Klassen aus dem Fitnessstudio ist allerdings die Atmosphäre, in der das ganze passiert:

während der Stunde fühlt man sich nämlich wie in einem Nachtclub, inklusive Diskokugel und Party Musik.

Der Raum ist dunkel und relativ klein, die Fahrräder sind sehr eng aneinander gereiht, alle Fenster und Türen sind zu und es ist sehr dunkel. Am Ende der Stunde hat der eine oder andere sein T-shirt ausgezogen und alle sind verschwitzt wie nach einer durchtanzten Nacht. Die Stunde an sich ist ein sehr anstrengendes Ganzkörpertraining, denn es werden auch Elemente für Arme und Bauch während des Fahrens integriert. Nichts desto trotz können auch Sportanfänger daran teilnehmen, da man den Widerstand am Ergometer individuell einstellen kann. Außerdem kann man auch einfach ein bisschen langsamer treten, wenn man nicht mehr kann 😉

Wer meine 10 Fun Facts About Me gelesen hat, weiß, dass ich kein Fahrrad fahren kann. Dementsprechend hatte ich bei meinem ersten Besuch bei Supercycle ein kleines Problem und zwar mit dem Fahrrad selbst. Ich bin es einfach nicht gewohnt auf so einem Sitz zu sitzen und es hat am Anfang ein bisschen weh getan. Auch beim Dehnen auf dem Fahrrad bin ich immer wieder mit den Beinen gegen den Lenker gekommen und das hat mir ein paar blaue Flecken gebracht.

Inzwischen war ich schon ein paar Mal beim Supercycle Vienna und bin wirklich begeistert. Es macht unglaublich viel Spaß bei cooler Musik Vollgas zu geben. Oft kennt man die Lieder auch und man folgt dem vorgespielten Rhythmus automatisch. Außerdem finde ich es sehr sympatisch, wenn der Trainer sein Programm selber durchmacht und mit uns schwitzt. Auch das anfängliche Problem mit der Koordination auf dem Fahrrad gehört der Vergangenheit an, vor allem weil man während der Stunde sowieso nicht viel auf dem Sitz verbringt.

Die Teilnahme an den Spinning Stunden war genau das Richtige um mich wieder zu motivieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nicht nur der Körper sondern auch die Psyche viel Abwechslung beim Training braucht. Seitdem mein Kopf wieder auf andere Gedanken gekommen ist und mein Körper andere sportliche Reize erfahren hat, bin ich wieder #backontrack. Die Nervosität ist allerdings geblieben…