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Vor kurzem wurde ich von der Therme Laa eingeladen, das Silent Spa auszuprobieren. Ich habe mich richtig gefreut, denn ich erinnerte mich an die vielen Bilder, die mein Instagram Feed im Winter überflutet haben, und wie schön ich es dort fand. Letzte Woche war es dann soweit und ich konnte sogar meinen Freund überreden, mich zu begleiten.

Ihr müsst wissen, als mein Freund im April Geburtstag hatte, wollte ich ihm ein Wochenende in der Therme schenken. Er hat es irgendwie herausgefunden und sich ganz vehement dagegen gewehrt. „Therme ist was für den Winter, wenn es warm ist mag ich das nicht.“ Ich bin zwar nicht unbedingt seiner Meinung (vor allem weil es ja noch lange nicht so warm wie im Sommer war), musste mich aber geschlagen geben und schenkte ihm etwas anderes.

Die Therme Laa befindet sich in der Nähe von Laa an der Thaya, ca. 1 Stunde Autofahrt von Wien entfernt. Das und der stolze Tagespreis von 89,- unter der Woche könnten zwei Gründe sein, die einen entweder komplett abschrecken, oder perfekt motivieren, das Beste aus dem Tag zu machen. Im Preis sind etliche Leistungen inkludiert: von eher normalen Dingen wie Badetuch, Badeschuhe und Teebar bis hin zu Luxus Leistungen wie Liegenservice, Tablet und reservierte Doppelbetten mit persönlichem Safe, u.a. – alles mit dem Ziel, den Gast zufrieden und glücklich zu machen. Natürlich kann man auch eine oder mehrere der Sauna-Zeremonien besuchen, die über den ganzen Tag verteilt stattfinden.

Aber sind Spa, Sauna und Therme nicht eher etwas für den Winter?

Genau das denken die meisten Menschen und deswegen ist die Therme an einem heißen Sommertag nicht so stark besucht wie an einem verregneten und kalten Novembertag. Da bekommt das Adjektiv „silent“ im Namen eine viel stärkere Bedeutung. Die einzigen Geräusche sind das fallende Wasser im Schwimmbecken und die eigenen Gedanken. Draußen kann man die Vögel zwitschern hören und wie der Wind zwischen den Bäumen weht. Die Stille und die Ruhe sind nicht zu vergleichen mit dem Lärm öffentlicher Freibäder oder der alten Donau und sind perfekt um wirklich zu entspannen. Allein das ist für mich Grund genug, einen weiteren Sommertag im „Silent  Spa“ zu verbringen.
Hat man genug Ruhe kann man in das benachbarte Sommerbad (=Freibad) spazieren und ein paar Mal rutschen 🙂 Oder von der Mittagssonne fliehen und sich in den Schatten oder kühleren Innenbereich legen und das kleine – aber sehr feine – Mittagsbuffet genießen, welches übrigens im Sommer im Eintrittspreis inkludiert ist.

Meine persönlichen Highlights

Wirklich einzigartig ist meiner Meinung nach die Architektur des Silent Spa. Das Logo der Therme ist – ich nenne es mal – eine Blume mit vier Blättern und genau dieses Motiv wird als Designelement verwendet. Es ziert z.B. die große Säule des Thermalbeckes (das auf fast jedem Foto auf Social Media zu sehen ist), die Wände der Sauna oder die Bodenlampen. Außerdem ist auch die Fläche des Spas in 4 ovale Bereiche aufgeteilt, die aus der Vogelperspektive die Blume darstellen. Ich liebe es, wenn es einen roten Faden gibt, der sich über alle Bereiche hinweg zieht und trotzdem dezent und unaufdringlich ist. It´s all about the details 😉

Besonders schön sind auch die Doppelliegen aus Holz mit der weichen Unterlage und die weißen Tücher, die als Trennwand zur nächsten Liege dienen. Sie sind nicht nur bequem, sondern sehen auch sehr edel aus. Das Beste daran ist natürlich, dass man zu Zweit darauf liegen kann, ohne Abstand oder Ritze in der Mitte. Ideal also für romantische Stunden oder persönliche Gespräche.

Ich habe den Tag im Silent Spa sehr genossen und denke, dass sogar mein Freund umgestimmt wurde und seine Meinung geändert hat 😉

Wart ihr schonmal im Silent Spa und habt ähnliche (oder auch unterschiedliche) Erfahrungen gemacht?

*Vielen Dank an „Silent Spa“ für die Einladung!