Vergangenes Wochenende waren mein Freund und ich im Restaurant „ Spelunke “ und unsere Erfahrung dort möchte ich nun mit euch teilen.

Auch wenn wir uns immer noch an der Paleo Ernährung orientieren, haben wir gemerkt, dass wir ohne Kompromisse nicht mehr auswärts essen gehen können. Wir haben trotzdem gewisse Mindestanforderungen an ein Restaurant und daher sind solche Besuche für uns immer seltener geworden. Zu unserem fünfjährigem Jubiläum wollten wir uns dennoch in Schale werfen und ein gutes Essen außerhalb unserer vier Wände genießen.

Die Wahl fiel auf das neue It-Lokal Spelunke. Zur Eröffnung des Lokals hatte ich eine Einladung zum Bloggerevent bekommen, diese aber abgelehnt. Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass solche Events meistens nicht sehr paleo-konform sind und wollte mir das „Verhungern“ in einem Restaurant ersparen. Diese Entscheidung sollte ich bitter bereuen. Wie sich später in meinem Instagram Feed herausstellte, war die Essensauswahl traumhaft: Fisch, Fleisch, Blumenkohl im Ofen, Beilagen extra usw… Es war also für mich höchste Zeit, das Verpasste nachzuholen.

Das Ambiente der Spelunke

Das Restaurant „Spelunke“ am Donaukanal eröffnete seine Schleusen im Oktober 2017 und ist Wiens erste Hafenkneipe. Das Lokal ist dunkel, mit buntem Graffiti an den Wänden und gigantischen kupferfarbenen Fässern an der Bar. Die Tische sind aus dunklem Holz, oft mit runden Abdrücken von Gläsern oder heißen Platten. Das Besteck wird in einem Lederetui serviert. Es ist eine interessante Mischung, die dem Lokal einen ganz besonderen Charme gibt. Mein persönliches Highlight sind die Guckaugen der WCs. Sie zeigen die Augen von z.B. Cara Delavingne, und man kann sie von innen öffnen und durchgucken 😀

Das Essen in der Spelunke

Die Speisekarte der Spelunke ist nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Es gibt eine Hand voll Vorspeisen, ein paar Hauptspeisen mit Fisch, ein paar mit Fleisch, vegetarische Optionen und extra Beilagen. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Ähnlich wie das Ambiente des Lokals, ist auch die Auswahl der Gerichte eine coole Mischung aus Modernem und Traditionellem.

Als Vorspeise entschieden wir uns für das Beef Tatar und die Süßkartoffelsuppe. Ich war bisher immer skeptisch, was Beef Tatar angeht, aber Chris hat schon überall welches bestellt. Wir waren beide begeistert von dem aufgetischten Gericht. Das Tatar war leicht scharf und hatte eine gute Konsistenz und unserer Meinung nach auch eine faire Größe. Es wird mit getoastetem Brot serviert, welches wir einfach abbestellt haben. Die Tortilla Chips oben drauf haben wir so schnell gegessen, dass man behaupten könnte, sie wären garnicht da gewesen 😉 Die Süßkartoffelsuppe wurde am Tisch in die Schüssel serviert. Ich weiß nicht, wieso das so oft in Lokalen gemacht wird, aber es hinterlässt irgendwie immer einen guten Eindruck.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Hauptspeise hatte ich den Oktopus in Petersilöl. Wie ihr wisst, bin ich ein Kind aus dem Süden und Oktopus gehört zu meinen liebsten Speisen. Außerdem kann ich selber ganz gute Gerichte aus Oktopus zaubern und bin immer gespannt, wie andere es zubereiten. Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht – es war sehr lecker. Mit der Empfehlung des Kellners im Hinterkopf, haben wir uns für den sautierten Blattspinat (Paleo Himmel hallo!) und das Wokgemüse (Augen zu bei der asiatischen Soße – die aber der Hammer war…) entschieden. Chris hatte geschmorte Rindswangen auf Erdäpfelpüree und Kohl. Das Fleisch war traumhaft zart und die Portion überraschend groß.

Meine Erfahrung in der Spelunke

Unser Abend in der Spelunke war sehr angenehm. Das Essen war zwar nicht zu 100% Paleo, aber unsere Wünsche wurden berücksichtigt und die Kompromisse hielten sich im Rahmen. Was jedoch viel wichtiger ist: das Preis-Leistungs-Verhältnis hat für uns gestimmt und wir wurden satt 😉 Selten sind wir so zufrieden aus einem Lokal raus gegangen und obwohl wir dieses Mal freundlicherweise eingeladen wurden, werden wir sicherlich wieder kommen. <3

Fotos @ Sybille Dremel & Akira Sakurai

*mit freundlicher Unterstützung von der „Spelunke“