Heute geht es um Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche: der Ort, an dem ich mich zuhause am meisten aufhalte und wo eindeutig am meisten passiert. Mit diesen Tipps könnt ihr nicht nur etwas gutes für die Umwelt tun, sondern auf lange Sicht auch Sorgen, Zeit und sogar Geld sparen.

Denn in der heutigen Zeit kommen wir um das Thema „Nachhaltigkeit“ nicht mehr  herum. Zum Glück. Die Ressourcen unserer Erde sind endlich und das Gleichgewicht der Ökosysteme sehr empfindlich. Wir können gar nicht so viel Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken, wie eigentlich nötig wäre.

Auch ich mache mir immer öfter darüber Gedanken, was ich an meinem Lebensstil verändern könnte, um einen positiven Einfluss auf diese Entwicklung zu haben. Natürlich ist mir bewusst, dass sich nichts ändern wird, nur weil ICH etwas geändert habe. Aber wenn Schritt für Schritt immer mehr Menschen solche Gedanken haben und irgendwann JEDER einen kleinen Beitrag leistet, dann ist durchaus eine Veränderung möglich. Wir alle leben auf diesem Planeten und tragen für ihn die Verantwortung. Keine Angst,  ich werde jetzt keine Predigt halten über all die schönen Dinge, die wir nicht mehr tun sollten. Nein, es geht vielmehr um kleine Anpassungen in unserem Alltag, die auf lange Sicht einen Unterschied machen.

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8 einfache Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche:

#1 Einkaufen mit Hirn

• So einfach es klingt, aber auch einkaufen will gelernt sein. Am besten ist es, sich vor dem Besuch im Supermarkt alle Schränke anzuschauen, evtl. einen Essensplan zu machen und dementsprechend eine Einkaufsliste schreiben.

• Weniger auf Vorrat, sondern mehr frisch und nach Bedarf einkaufen. Dadurch muss später weniger weggeschmissen werden.

#2 Verpackungen vermeiden

• Kaum etwas nervt mich mehr, als die Müllberge, die sich in der Küche nach jedem Einkaufen sammeln. Die einfachsten Lebensmittel, die man unverpackt kaufen kann sind eindeutig Obst & Gemüse. Ich klebe den Sticker direkt auf das Produkt und hatte damit noch nie Probleme. Obst & Gemüse muss man zuhause eh waschen, also wieso sie nicht gleich ohne Plastiktüte in den Einkaufskorb oder auf das Kassenband legen?

• Möchte man Aufschnitt o.ä. von der Theke kaufen, kann man seinen eigenen Behälter mitnehmen. Das funktioniert übrigens auch bei Take Away Bestellungen im Restaurant, wenn man das Essen selber abholt.

• Komplett verpackungsfrei einkaufen ist schwierig, aber nicht unmöglich. Hier gibt es eine ausführliche Liste aller Verpackungsfreie Läden in Wien.

• Zu Verpackung zähle ich auch die Plastiktüte, mit der alle Lebensmittel nach Hause transportiert werden. Eine gute Alternative, die auch in den meisten Supermärkten schon üblich ist, ist die Papier Tüte aus recyceltem Papier. Aber es geht noch besser: der gute alte Jute Beutel. Der ist waschbar, wiederverwendbar, im leeren Zustand in 0,nix in der Handtasche verschwunden und inzwischen auch noch richtig hip geworden.

#3 Bio, Regional & Saisonal

  • Biologische, regionale und saisonale Lebensmittel haben eigentliche nur Vorteile: sie wurden auf dem Höhepunkt ihrer Reife geerntet und sind somit voller Vitamine und Nährstoffe, sie sind frischer, natürlicher und haben kurze Transportwege.
  • Soll es im Winter unbedingt die Tomatensoße sein, dann lieber Freilandware aus Südeuropa als Treibhausware aus dem Inland wählen. Die Tomate aus dem Treibhaus verursacht nämlich 100x schädlichere Klimagase.

#4 Weniger Fleisch konsumieren

Diese Worte auf einem Paleo Blog zu lesen könnte einige von euch irritieren. Aber auch wir Fleischesser sorgen uns um das Wohlbefinden unseres Planeten. Die Massentierhaltung ist nicht nur für mehr als die Hälfte der schädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich, sondern verbraucht viel kostbares Wasser und benötigt immer mehr Bodenfläche (mehr zu diesem Thema gibt es heute nicht, denn es würde den Rahmen sprengen). Es schadet also niemanden und kommt unserer Heimat zugute, mindestens einen fleischfreien Tag in der Woche einzuführen. Dass wir Paleoaner den ganzen Tag nur Fleisch essen, ist sowieso eines der größten Vorurteile gegenüber der Paleo Ernährung.

#5 Resteverwertung

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wie man Reste in der Küche verwerten kann. Hier nur ein kleiner Auszug:
– Das restliche Ofengemüse vom Abendessen am nächsten Tag als Frühstücksomelett genießen.
– Den Brokkolistrunk zur Suppe verarbeiten.
– Gemüseschalen zu Gemüsebrühe verarbeiten und einfrieren.

#6 Energie & Ressourcen sparen

•  Geschirrhandtuch statt Küchenrolle verwenden. Logisch, oder?

•  Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie verwenden.

• Bei Resteaufbewahrung im Kühlschrank lieber Tupperware statt Frischhaltefolie verwenden. Auch Snacks für unterwegs sollten lieber in einer Brotdose statt in Frischhalte- oder Alufolie mitgenommen werden. Das ist besser für die Umwelt und sogar für uns selbst.

•  Wasser für Tee, Reis o.ä. im Wasserkocher statt im Topf erhitzen.

• Beim Kochen immer den Deckel verwenden. Andernfalls kann die Wärme entweichen und es wird Energie verschwendet.

• Vorgekochtes Essen nicht warm in den Kühlschrank stellen, sondern zuerst mind. 30 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen lassen. Sonst verbraucht der Kühlschrank mehr Energie, um die gleiche Temperatur zu halten.

•  Spülmaschine verwenden anstatt per Hand abzuwaschen. Das spart Zeit, Ressourcen und schont meine kostbaren hübschen Hände 😉 Apropos Spülmaschine…

#7 Nachhaltig spülen mit claro

Auch die Wahl des richtigen Spülmittels kann nachhaltig sein, denn sie sind nicht alle gleich. Ähnlich wie beim Essen, gibt es auch hierfür eine biologische und regionale Alternative.

Vor kurzem bin ich auf claro gestoßen, ein Familienunternehmen aus Österreich, das eine Brandbreite an umweltfreundlichen Produkten rund um die Küche und das Spülen anbietet. claro ist ein wahrer Umwelt-Pionier und produziert seit 2009 ausschließlich phosphat- und chlorfreie Produkte. Dabei kommen die meisten Rohstoffe aus der Umgebung, die dann zum Teil in sozialen Werkstätten weiterverarbeitet werden. Ganz besonders ist außerdem die wasserlösliche Folie der Geschirrspültabs, die biologisch abbaubar und sogar patentiert ist. Stellt euch vor, wie viel Plastik dadurch eingespart wird, wenn nicht jeder einzelne Tab einzeln verpackt ist! Auch die sonstigen Verpackungen von claro sind erwähnenswert. Die innovative Pyramide des Geschirsalzes erleichtert das Abfüllen in die Maschine und alle Tabsverpackungen sind mit Blindenschrift versehen – wie cool ist das denn? Das Unternehmen ist mit verschiedenen Umweltsiegel zertifiziert und verspricht in Zukunft noch weitere umweltfreundliche Produkte auf den Markt zu bringen. Alles ganz nach dem Firmenmotto: „Grün. Aber gründlich.“

claro Produkte sind übrigens im  claro Onlineshop und in den üblichen Supermärkten erhältlich: u.a. Spar, Billa, Bipa, Merkur, Real, Transgourmet, Metro, Müller, Edeka und seit kurzem auch in meiner Küche.

#8 Müll richtig trennen

Ok, jetzt muss ich gestehen, dass ich an diesem Punkt noch arbeiten muss. Wir alle wissen wie Mülltrennung in der Theorie aussieht, aber die Praxis stellt sich uns manchmal in den Weg – oder zumindestens mir. Aber Erkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung 😉

• Kurz zur Erinnerung, was man alles trennen kann & sollte: Glas, Plastikflaschen, sonstiges Plastik, Papier, Bio, Restmüll, Batterien, abgelaufene Medikamente und Elektronik (alte CDs, Ladegeräte, usw.).

• Investiere fünf Minuten, um herauszufinden, wo es in deiner Umgebung die entsprechenden Entsorgungsstellen gibt und wann der Müll abgeholt wird. Bastle dir evtl. einen kleinen Zettel mit den wichtigen Informationen und bringe ihn an einem für dich gut sichtbaren Platz in der Küche an, z.B. Kühlschrank, Tür, etc… Diese Entsorgungsstellen sind wahrscheinlich nicht alle an einem Ort, sondern leicht verstreut in der Nachbarschaft. Je nachdem ob ich zur Bahn, zum Supermarkt oder zur Apotheke gehen muss, nehme ich den entsprechenden Müll mit, der auf dem Weg liegt und muss so nicht extra deswegen aus dem Haus gehen und unnötig Zeit verlieren.

• Bestimme fixe Plätze für das Sammeln der unterschiedlichen Müllarten in deiner Küche bzw. Wohnung. Dies ist mein Schwachpunkt. Da meine Küche relativ klein und vollgestopft ist, fällt es mir schwer so viele verschiedene Ablageflächen zu finden.

• Biologisch Abbaubare Mülltüten verwenden.

• Post Pakete als Papier Sammelstelle verwenden. Die blaue Zara Tüte geht natürlich auch.

* in sauberer & nachhaltige Zusammenarbeit mit claro