Joggen im Winter – geht das?

Seit einigen Wochen halten sich bei uns die eisigen Temperaturen – leider keine Besserung im Sicht. Da möchte man am liebsten den ganzen Tag im Bett oder auf der Couch verbringen, eingekuschelt in einer warmen Decke und mit einer Tasse heißem Kakao in der Hand. Die guten Vorsätze für 2017 rücken langsam aber sicher in weite Ferne.

 Diesen Luxus kann ich mir leider nicht leisten, denn im April möchte ich einen Halbmarathon laufen und bis dahin stehen viele Trainingseinheiten auf dem Plan, ganz egal wie das Wetter ist. Hier habe ich ein paar Tipps für euch zusammengefasst, wie ihr trotz des kalten Wetters draußen laufen könnt ohne dass euch die Gliedmaßen abfrieren 😉

#1 – nur bei trockenem Wetter laufen

Ihr solltet nur laufen wenn es trocken ist. Auf keinen Fall bei strömenden Regen oder starkem Schneefall laufen, denn dann könnt ihr schneller ausrutschen, seid pitsch nass und eine Erkältung ist vorprogrammiert.

#2 – zur Mittagszeit laufen

Im Winter wird es spät hell und früh dunkel. Ich empfehle daher zwischen 9 und 13 Uhr zu laufen. Je näher an der Mittagszeit desto besser, denn es ist die wärmste Zeit des Tages.

#3 – wintertaugliche Kleidung

Es gibt alle möglichen Kleidungsstücke in der Wintervariante: Thermoleggings, Oberteile, etc. Ich muss gestehen, ich habe keins davon, aber mit dem richtigen Layering (Tipp #5) klappt es auch so ganz gut. Mein Tipp hierzu sind die richtigen Socken, die unbedingt höher als bis zum Knöchel gehen sollten. Ich trage immer die Falke Running Socken mit Stabilisierungsfunktion. Sie sind an der Sohle und an den Zehen leicht gepolstert (mehr Wärme) und haben eine besondere Nahtführung am Knöchel, die ihn extra schützt. Das ist sehr wichtig, denn das Gelenk befindet sich an einer sensiblen Stelle, zwischen Laufschuh und Laufhose und die Socke ist das Einzige, was zwischen dem Körper und der Kälte steht.

#4 – Winterlaufschuhe

Sie haben eine dicke Sohle mit Profil. Dies verringert die Rutschgefahr und die Füße werden nicht nass wenn der Boden Feucht ist. Meine sind die Asics Gel Cumulus 16 und ich bin total begeistert. Wenn ihr zwischen zwei Größen schwankt solltet ihr unbedingt die größere Größe wählen, denn die Füße dehnen sich beim Laufen ein bisschen aus und ihr könnt ohne Probleme 2 Socken übereinander anziehen – was mich zum nächsten Punkt bringt.

#5 – das richtige Layering

Der wichtigste Punk ist die Reihenfolge, in der ihr die verschiedenen Schichten anzieht. Die erste Schicht, die direkt an der Haut liegt, sollte nicht aus Baumwolle sein, sondern aus diesem „kühleren“ fitness typischen synthetischen Stoff. Der hat nämlich die Eigenschaft, euren Schweiß weiter zu transportieren und zwar an die zweite Schicht, die wiederrum aus BW ist. Baumwolle hat die Eigenschaft, den Schweiß aufzusaugen. Das führt dazu, dass das Kleidungsstück mit der Zeit nass, kalt und schwer wird. Das wollen wir auf gar keinen Fall direkt an der Haut spüren, vor allem nicht beim Abkühlen nach der Laufeinheit.

Layering Reihenfolge fürs Joggen im Winter bzw. bei Schnee:

Unterwäsche & Socken. Für Frauen empfehle ich außerdem eine „Oma“ Unterhose und keinen String-Tanga. Jede Stoffschicht zählt, auch am Popo 😉
Langarm Oberteil, am besten diese mit ganz langen Ärmel und Löcher für die Daumen
Laufleggings Nr.1 , die über dem Oberteil angezogen wird.
Baumwolloberteil, das über der ersten Hose angezogen wird. Das kann auch ein T-shirt sein, denn zu viele lange Ärmel machen es irgendwann sehr schwer die Arme zu beugen.
– Wenn mehr Schnee liegt empfehle ich eine Plastik Tüte an den Füßen anzuziehen, z.B. diese kleinen dünnen, die es beim Supermarkt für das Gemüse gibt. Darüber kommt dann das zweite Paar Socken (über der ersten Laufhose). So werden eure Füße auf gar keinen Fall nass, versprochen!
Laufleggings Nr. 2, über den Socken und dem BWOberteil
– Dickes Oberteil, am besten ein Hoodie, denn die Kapuze brauchen wir später 😉
Windstopper Jacke. Manchmal trage ich eine zweite Windstopper Jacke (von meinem Freund), die etwas größer und länger ist und über den Po geht.

#6 – warme Accessoires

Handschuhe – nicht aus Wolle, sonst kratzen sie wenn ihr schwitzt
Schal – über alle Schichten anziehen, Kapuze vom Hoodie oben herausziehen, das gibt extra Schutz am Nacken
Stirnband – um die Ohren zu bedecken, nicht aus Wolle (s.o.).
Mütze – nicht aus Wolle (s.o.) und mit einem Loch am Hinterkopf, um den Haarzopf durchzufädeln.

#7 – beauty Helfer

Das Gesicht ist während dem Laufen direkt der Kälte ausgesetzt und deswegen verwende ich vorher eine fettige Gesichtscreme. Die Lippen sind ebenfalls sehr empfindlich und trocknen schnell aus. Da hilft eine dicke Schicht Lippenbalsam. Ich kann euch die Eight Hour Cream von Elisabeth Arden ans Herz legen.

Ich hoffe ihr findet die Tipps hilfreich und seid jetzt top motiviert für euren nächsten Lauf!

Habt ihr vielleicht andere Tricks, um euch vor der Kälte zu schützen? Ich bin immer auf der Suche nach neuen Input und freue mich über euren Feedback!