Werbung / Seitdem ich vor 4 Jahren die Paleo Ernährung entdeckt habe, hat sich einiges in meinem Leben geändert. Anfangs war ich sehr begeistert, und befolgte die Regeln ganz genau. Ich fühlte mich gut und hielt alles für richtig, was so angepriesen wurde. Es dauerte aber nicht lange, bis sich mir die ersten Fragen stellten und die eine oder andere „Ausnahme“ integriert wurde.

Was ist die Paleo Ernährung?

Die Paleo Ernährung ist keine Diät im klassischen Sinne, die man zum Abnehmen macht, sondern eine ganze Ernährungsweise. Sie wird oft als „Steinzeit Ernährung“ bezeichnet, da sie auf die Lebensweise unserer Vorfahren basiert.

In der Steinzeit gab es weder Ackerbau noch Industrie und auch keine chemischen Konservierungsstoffe und deswegen verzichtet man bei Paleo auf Lebensmittel, die zu diesen Kategorien gehören: Milchprodukte, Getreide, Hülsenfrüchte, E-Nummern und Zucker. Erlaubt sind nur natürliche Lebensmittel und zwar möglichst unverarbeitet: Obst & Gemüse, Fisch & Fleisch, Eier, Samen, Kerne & Nüsse, Kräuter und Gewürze.

Die Logik dahinter besagt, dass die Evolution noch nicht genug Zeit hatte um den menschlichen Organismus an die „neuen Lebensmittel“ anzupassen und deswegen gibt es heute so viele Krankheiten, die mit Essen in Verbindung stehen. Die Paleo Ernährung lässt so gut wie alle Lebensmittel außen vor, die Allergien & Unverträglichkeiten hervorrufen können (vor allem durch Gluten & Laktose).

Das Problem mit der Paleo Ernährung

Es gibt viele Vorurteile gegenüber der Paleo Ernährung und die meisten davon kann man ganz einfach widerlegen. Und trotzdem kam ich hin und wieder an einen Punkt, an dem ich gezweifelt habe oder einfach gewisse Dinge etwas anders gesehen habe.

# Regionalität

Laut Paleo sollen wir uns daran halten, was der Homo Sapiens im Paläolithikum gegessen hat. Aber jede Region der Welt ist anders: Klima, Jahreszeiten und Bodenbeschaffenheit beeinflussen die Vegetation und auch die Artenvielfalt. Die menschliche Rasse entwickelte sich in Europa etwas anders als z.B. in Afrika und Asien. Das sieht man ganz einfach an Äußerlichkeiten wie Hautfarbe, Knochenbau und Gesichtszügen. Es liegt doch nahe, dass sich auch im Inneren kleine Unterschiede entwickelt haben müssen. Habt ihr gewusst, dass z.B. Asiaten stärker zu Laktose -intoleranz bzw. -unverträglichkeit neigen als Europäer? Das liegt u.a. daran, dass die Viehzucht damals dort nicht so verbreitet war. Dafür essen sie seit jeher gerne Reis und zwar in großen Mengen – übrigens bei Paleo Tabu. Sie sind fit, arbeiten noch auf dem Feld lange nachdem wir Europäer in Rente gegangen sind und werden heute die ältesten Menschen der Welt.

# Untergruppen

In der Paleo Gemeinschaft selbst gibt es einige Untergruppen, die den Aspekt der Lebensmitteltrennung strenger bzw. lockerer sehen. Strenge Paleoaner verzichten z.B. auch auf Nachtschattengewächse wie Paprika, Tomaten & Auberginen (wegen der enthaltenen Lektine). Auch Erbsen stehen auf der Abschiedsliste, was mich anfangs sehr stutzig gemacht hat. Erbsen sind doch grün und angeblich ist doch alles, was grün ist auch gesund… Nicht zu sprechen von Erdnüssen, die übrigens gar keine Nüsse sind, sondern Hülsenfrüchte. Liberale Paleoaner hingegen essen auch mal Quinoa & Reis und werden von der ersten Gruppe verständnislos belächelt. Und dann gibt es noch die Primal Anhänger, die auf Milchprodukte stehen und sie weiterhin konsumieren.

# neue alte Lebensmittel

Ein weiterer Punkt auf der Paleo Predigt: keine industriell verarbeiteten Produkte. Klingt erstmal sehr logisch und wünschenswert. Doch dann steht man vor dem Süßigkeitenregal oder in der Bäckerei und darf eigentlich nichts essen. Keiner will wirklich auf solche Dinge verzichten und der Mensch ist ein kreatives Wesen. Inzwischen wimmelt es nur so von Paleo Süßigkeiten, die mit Kokosblütenzucker, Kokosmilch usw. hergestellt wurden. Versteht mich nicht falsch, ich liebe solche Kreationen, aber ich frage mich unter welchem Baum der Homo Sapiens damals sowas gefunden hat.

# Sozialleben

Zu guter Letzt muss ich das Thema des Soziallebens ansprechen. Wenn man 100% Paleo lebt, hat man nämlich so gut wie keines. Ich habe es 30 Tage lang probiert und es war mir genug. Bei jedem Restaurant Besuch gibt es unzählige Fragen und Extrawünsche: In welchem Fett wird das Steak angebraten? Können Sie die Salatsoße auch separat servieren? Ist in der Suppe Schlag? Könnte ich statt den Nudeln auch eine große Portion Gemüse haben? Achja und bitte alles ohne Brot. Irgendwann hatte ich es satt und ich ertappte mich sogar dabei, Einladungen von Freunden abzusagen – weil es ja blöd ist mit der eigenen Tupperdose anzukommen.

Meine ganz persönliche Paleo Ernährungsweise

Obwohl die oben genannten Punkten vielleicht etwas abschreckend klingen, bin ich nach wie vor mit der Grundidee der Paleo Ernährung d´acord. Das Beste, das jeder von uns tun kann, ist sein Essen möglichst selbst zubereiten. Frische, regionale und saisonale Zutaten sind das A&O einer gesunden Ernährung, da sind sich alle einig – ganz egal ob man sich „normal“, Paleo, Vegan, Vegetarisch oder wie auch immer ernährt.

Außerdem habe ich zum Wohl meiner sozialen Kontakten aber auch – und vielleicht vor allem – meiner geistigen Verfassung gelernt, mich nicht verrückt zu machen, wenn es ums Auswärtsessen geht (siehe dazu Restaurant Review Spelunke oder Heuschrecken essen im Hilton). Ich versuche eine möglichst schlaue Wahl zu treffen aber lasse den Genuss nicht außer Acht.

Abgesehen von dem Essen, dessen Zubereitung ich nicht unter Kontrolle habe, klappt die Paleo Ernährung ganz gut, abgesehen eben von ein paar Dingen hier und da. Und weil ich weiß, dass ihr auf Klartext steht:

Meine Paleo-Ausnahmen
# Schokolade & andere Süßigkeiten – Sorry not sorry. Ab und zu muss es einfach sein. Keine Diskussion.
# Skyr
# Ziegen – oder Schafskäse
# Whey Proteinpulver
# Erbsen – Wie schon gesagt: sie sind grün!
# Reis – Wenn ich ganz dringend KHD brauche und absolut keine Lust auf Süßkartoffel habe (was ohnehin eher selten passiert).
# Quinoa- & Haferflocken – Alle paar Wochen landen sie wieder als Frühstück auf dem Teller – wegen der Abwechslung und so.

Im Grunde ist es so: alles Extreme ist schlecht und jeder soll essen, was einem gut tut und für richtig erscheint – sei es aus gesundheitlicher, geschmacklicher oder nachhaltiger Sicht.

Gewinnspiel

Im Rahmen des Österreichischen Blogger Adventkalender 2018 darf ich mit meinem langfristigen Partner HOFER (wo es ganz viel regionales Gemüse und auch den besten Skyr gibt) einen 50€ Gutschein an jemanden unter euch verlosen!

Teilnahmebedingungen:

-> Mich würde eure Meinung zum Thema Food Labeling & Ernährungsweisen interessieren. Folgt ihr bestimmten Regeln? Worauf achtet ihr beim Einkauf bzw. beim Essen? Schreibt es mir in den Kommentaren unter diesem Blogpost!

-> Teilnahme nur aus AT möglich. Das Gewinnspiel läuft bis zum 11.12 um 23:59 Uhr! Der Gewinner wird per Zufall ausgelost und via E-mail benachrichtigt.

Gestern öffnete sich die Tür übrigens bei callmenataly und morgen ist cookies & style dran.
Ich wünsche euch viel Glück und eine schöne Weihnachtszeit!

*in freundlicher Zusammenarbeit mit HOFER

Türchen 1: Popup Girl Türchen 2: Maryjay Türchen 3: Call me Natally Türchen 4: The chocolate Suitcase Türchen 5: Cookies and Style Türchen 6: Who is Mocca Türchen 7: Vrbandiaries Türchen 8: Süchtig Nach Türchen 9: Castle in the Clouds Türchen 10: Curvect Türchen 11: Amigaprincess Türchen 12: Tschaakii's Veggie Blog Türchen 13: Jus_Curvy Türchen 14: Pipifein Blog Türchen 15: The Cosmopolitas Türchen 16: Kardiaserena Türchen 17: M & B Beauty Türchen 18: Vicky liebt dich Türchen 19: Bezibella Türchen 20: Laurel Köninger Türchen 21: Nina Galle Türchen 22: Spielplatzküche Türchen 23: Chamy Türchen 24: Vienna Fashion Waltz