Werbung / Eine Blasenentzündung kann sehr lästig sein. Vor allem wenn sie immer wiederkehrt. Mit ein paar Tricks kann man hartnäckigen Blasenentzündungen vorbeugen und jene, die sich anschleichen stoppen, bevor sie wirklich ausbrechen. Wieso ich darüber schreibe obwohl ich keine Ärztin bin? Ich habe meine persönliche Erfahrung mit diesem Thema gemacht und wenn ich auch nur einer Person mit diesem Text helfen kann, dann haben sich diese Zeilen auf jeden Fall gelohnt.

Seit ich ein Teenager war habe ich regelmäßig leichte Blasenentzündungen gehabt und diese wurden in den letzten Jahren immer häufiger und schlimmer. Im letzten Jahr sogar im 3-Wochen-Rhythmus.

Symptome einer Blasenentzündung

Jeder, der sie schon hatte, weiß, wie unangenehm es sein kann. Man hat ständig das Gefühl aufs WC gehen zu müssen und wenn man geht kommen nur 2 Tropfen raus. Man steht auf und möchte sich am liebsten gleich wieder hinsetzen. Außerdem kann man diesen „Drang“ schwer bis gar nicht kontrollieren. Das war bei mir irgendwann so schlimm, dass ich es vom Bett ins Badezimmer nicht mehr geschafft habe ohne mich anzupinkeln. Kein gutes Gefühl. Dann verbrachte ich lieber die halbe Nacht sitzend auf der Toilette und nickte gelegentlich dabei ein. Oder ich lag im Bett, versuchte das Bedürfnis pinkeln zu wollen zu unterdrücken und konnte stundenlang nicht einschlafen.

Auch tagsüber sind Blasenentzündungen nicht besser. Ich konnte keine Termine wahrnehmen, Sport machen oder überhaupt das Haus für länger als 30 Minuten verlassen. Nicht zu vergessen, dass jegliche Libido verschwindet, man im Sommer Angst hat baden zu gehen und es brennt – so sehr, dass einem manchmal die Tränen in die Augen schießen.

Obwohl das schon schlimm genug ist und ich es selbst den bösesten Menschen auf der Welt nicht wünsche, kann eine Blasenentzündung auch anders sein. In einigen Fällen wird mit dem Urin auch Blut ausgeschieden oder die Krankheit wird chronisch. Zum Glück blieb mir das erspart. Hierzu empfehle ich euch auch den Beitrag von Melina zu lesen.

Woher kommt eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung entsteht durch eine bakterielle Infektion der Harnwege, die wiederum zu einer Entzündung der Schleimhaut führt. Diese Bakterien werden oft vom Darmausgang – wo sie natürlicherweise vorkommen – verschleppt. Die weibliche Harnröhre ist nur etwa 2,5 bis 4 cm lang, die männliche hingegen ca. 20 Zentimeter. Entzündungserreger müssen also bei Frauen einen viel kürzeren Weg zurück legen und deswegen sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Dabei können Faktoren wie ein geschwächtes Immunsystem, häufiger Sex oder auch eine falsche Intimhygiene die Wahrscheinlichkeit einer Blasenentzündung erhöhen.

Tipps bei Blasenentzündungen

Das Vorbeugen einer Blasenentzündung kann eigentlich ganz einfach sein, wenn man weiß, wo man ansetzen muss. Die meisten Ärzte verschreiben einem sofort Antibiotika, aber ich bin ehrlich gesagt kein Fan davon und suche immer zuerst nach anderen (natürlichen) Alternativen. Hier fasse ich alles für euch zusammen, was ich regelmäßig verwende und mir wirklich hilft!

# Viel Wasser trinken
Wasserlassen ist ein natürlicher Vorgang des Körpers, sich von unerwünschten Substanzen zu verabschieden – so auch die Bakterien in der Scheide. Wenn man viel trinkt, muss man öfter Pipi.

# Barrieren schaffen
Hiermit meine ich tatsächliche Barrieren zwischen der Außenwelt und dem Eingang der Harnröhre zu schaffen. Stellt euch folgende Situation vor: es ist Sommer, 30 Grad, ihr habt ein kurzes Kleidchen an und seit mit den Öffis unterwegs. Ihr setzt euch auf einem freien Sitzplatz in der U-Bahn hin und das Kleid rutscht automatisch etwas nach oben. Wahrscheinlich habt ihr sogar nur einen Tanga an, aber selbst wenn nicht – überlegt mal wann dieser Sitzplatz das letzte Mal gereinigt wurde und wie viele Menschen, Schuhe oder sonstigen Dinge seitdem darauf saßen bzw. lagen. Alle diese Bakterien berühren nun definitiv eure Haut. Oder diese Situation: es ist immer noch Sommer, ihr seid mit eurem Kleidchen aus der U-Bahn ausgestiegen und geht ins Freibad. Wir haben alle gelernt, dass man sich abduschen sollte bevor man ins Wasser geht und dass man nicht ins Becken Pipi macht. Aber wir wissen auch alle, dass es genug Menschen gibt (nicht nur Kinder), die diese einfachen Regeln nicht befolgen. Noch mehr Bakterien, die frei schwimmen und darauf warten das nächste warme Milieu zu finden. Deswegen beachte ich immer folgendes:
-> immer eine Slipeinlage tragen – schützt den Slip selber vor den natürlichen weiblichen Ausscheidungen, die langsam aber sicher den Stoff zersetzen & schützt die empfindlichen Schamlippen vor möglichen Schadstoffen bei minderwertiger Qualität des Slips
-> Slipshorts tragen – besser bekannt als Spanx, gigurformende Shorts oder Omaunterhose. Ich glaube, dass diese Produkte in erster Linie für etwas anderes „erfunden“ wurden, aber diese Verwendung ist mindestens genauso berechtigt. Die Slipshorts (z.B. diese hier) helfen genau bei der Öffis Situation und schützen sogar vor neugierigen Blicken, falls mal ein Wind weht oder man ungünstig sitzt. Auch im Winter trage ich gerne diese Höschen unter Kleidern, da die Kälte Blasenentzündungen begünstigen kann.
-> nach dem Baden das nasse Bikiniunterteil sofort durch ein Trockenes austauschen

# Die richtige Intimhygiene
-> keine Seifen o.ä. verwenden
-> nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten abwischen, nie umgekehrt
-> auf öffentlichen Anlagen möglichst nicht direkt hinsetzen
-> Hände auch VOR dem Gang zur Toilette waschen (vor allem wenn man davor beim Sport o.ä. war)
-> vor dem Sex sollten sich beide Partner (zumindestens) die Hände waschen
-> unmittelbar nach dem Oral- oder Analverkehr keinen ungeschützten Vaginalverkehr haben
-> nach dem Sex gleich aufs WC gehen und sich waschen

# Basische Ernährung
Die weibliche Scheide hat einen sauren PH-Wert (<4,5). Der PH-Wert des Urins kann zwischen 5 und 7 variieren, z.B. je nach dem wie man sich ernährt. Die verschiedenen Werte sind nicht per se gut oder schlecht. Bei einer Blasenentzündung ist der Harnweg verletzt und leicht reizbar. Je saurer das Urin, desto schmerzhafter ist aufs WC zu gehen. Es kann also ein Ziel sein, seinen Urin immer möglichst basisch zu halten. Die einfachste Methode ist sich vegan zu ernähren, da Fleisch und Milchprodukte die Hauptverursacher eines sauren Urins sind. Ich esse weiterhin regelmäßig Fleisch, aber auch Unmengen an Gemüse!
-> jeden Morgen ein Glas Wasser mit einem EL naturtrüben Apfelessig trinken
-> keine Milchprodukte
-> kein Fleisch
-> keine Süßigkeiten
-> viel Gemüse!!!

# Haus-Apotheke
Auch wenn man sich mit den oben genannten Punkten sehr viel Mühe gibt, die Bakterien finden oft trotzdem ihren Weg. Es gibt ein paar Produkte aus der Apotheke, die ich deswegen immer zuhause habe. Und weil eine Blasenentzündung keine Uhrzeit oder Wochentage kennt, habe ich mir angewöhnt sie online zu bestellen, z.B. bei der shop-apotheke. So bin ich flexibel und an keine Öffnungszeiten gebunden.
-> Solubitrat Blasentee mit Birkenextrakten – hilft die Harnwege durchzuspülen und die Bakterien somit schneller los zu werden. Der Tee schmeckt an sich ganz ok, aber ich mische ihn trotzdem gerne mit Kamillentee. Ich trinke ihn regelmäßig, auch unabhängig davon, ob ich gerade Beschwerden habe oder nicht.
-> D-Mannose – ist ein Einfachzucker aus süssen Nutzhölzern und 100% natürlich. Am liebsten mag ich das Produkt von Vita Natura. Die Entdeckung dieses Mittels hat buchstäblich mein Leben verändert. Ich nehme 1-2 Löffel vorbeugend z.B. nach dem Sex oder nach dem Baden. Wenn sich langsam die ersten Symptome einer neuen Infektion anschleichen, nehme ich z.B. 3x 2 Löffel am Tag und die Blasenentzündung bricht erst garnicht mehr aus. Wenn ich für länger als zwei Wochen verreise, nehme ich die Dose immer mit.
-> Cranberry – eigentlich bin ich kein großer Fan von Cranberry Präparaten. Sie sind relativ niedrig dosiert und helfen mir schon lange nicht mehr. Wenn ich einen Wochenendausflug mache, nehme ich jedoch immer 2-3 Säckchen Biogelat Uroakut mit – nur für den Notfall. Dafür reicht es immer.


An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass ich keine Ärztin bin. Ich teile mit euch ausschließlich meine persönliche Erfahrung und zeige, was mir am beste hilft bzw. geholfen hat. Jeder Mensch ist anders und vielleicht funktionieren bei euch andere Dinge. Auch euer Krankheitsbild kann anders sein und dadurch ergeben sich andere Bedürfnisse. Bei stärkeren Beschwerden kann auch Natron oder eine Impfung eine Hilfe sein. Nichts desto trotz kann ich evtl. der einen oder anderen mit meiner Geschichte helfen. Wenn ihr Fragen habt könnt ihr mir jederzeit schreiben. Eine Blasenentzündung kann einen ein bisschen verrückt machen – aber du bist nicht allein!

*in Zusammenarbeit mit Shop-apotheke.at