(WERBUNG) Es ist wieder Zeit für einen Beitrag im Rahmen meiner #12months12sports Challenge und zwar mein Erfahrungsbericht über Aerial Silk. Lange habe ich darüber nachgedacht, wie ich diesen Beitrag gestalten sollte aber nun bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich einfach drauf los schreibe. Mal sehen ob es mir gelingt, euch auch nur annähernd meine Erfahrung mit Aerial Silk Vienna zu vermitteln – eines darf ich schonmal verraten: es war viel cooler als erwartet!

Was ist Aerial Silk?

Vereinfacht gesagt ist Aerial Silk eine Kombination aus Turnen und Tanzen in der Luft. Man klettert und post in verschiedenen Höhen an einem von der Decke herabhängenden Tuch. Diese Kombination aus akrobatischen und tänzerischen Elementen ist eine Form von Ganzkörpertraining, welches bei richtiger Ausführung sehr harmonisch und elegant aussieht. Aus diesem Grund sieht man oft Aerial Silk Vorführungen auf privaten Events, in bekannten Fernsehshows und natürlich auch im Zirkus o.ä. Veranstaltungen. Auf der Aerial Silk Vienna Homepage gibt es dazu richtig tolle Videos!

Das Training bei Aerial Silk Vienna

Das Aerial Silk Vienna Studio liegt in einer kleinen Gasse hinter dem Stephansdom und ist wirklich ganz süß: mit Wendeltreppen, Ziegelsteinwänden, einer sehr interessanten Beleuchtung und natürlich hohe Decken im Hauptraum. An diesen hängen senkrecht herab die bunten Tücher, die man für das Training braucht. Eine Wand ist komplett verspiegelt, damit man sich beim Training sehen und gegebenenfalls korrigieren kann. Umkleidekabinen, Duschen und WCs befinden sich im Untergeschoss. Außerdem verfügt das Studio über eine kleine Küche, die ideal ist, um seine Wasserflasche schnell zwischen zwei Figuren aufzufüllen.

Bei Aerial Silk klettert man ungesichert das Tuch hinauf, klemmt einen Fuß ein, dreht und verdreht sich – und das womöglich auch über Kopf. Das Ganze ist nicht ungefährlich und man sollte deswegen nur alleine turnen, wenn man es auch wirklich beherrscht (selbst dann würde ich es persönlich nicht unbedingt tun). Bei Aerial Silk Vienna finden alle Trainingseinheiten unter Anleitung eines Trainers und nach Schwierigkeitsgraden unterteilt statt. Die Trainingsgruppen bestehen normalerweise aus bis zu acht Personen.

Equipment bzw. besondere Sportkleidung braucht man nicht. Noch nicht einmal Schuhe, denn geturnt wird Barfuß. Ich empfehle jedoch lange und enge Leggings und ein enges Oberteil mit langen oder ohne Ärmel. Durch das Drehen und Verdrehen im Tuch können lockere Kleidungsstücke eingeklemmt werden und dies würde die fließenden Bewegungen und womöglich auch das sichere Entwirren verhindern.

Meine Erfahrung bei Aerial Silk Vienna

Da ich keinerlei Erfahrung mit dieser Sportart hatte, habe ich mich für den Einführungskurs angemeldet: sechs Wochen lang eine Einheit pro Woche.

Ich war vor der ersten Stunde recht nervös, vor allem weil ich nicht genau wusste, was auf mich zukommen würde. Ich empfehle euch hierzu meine Aerial Silk Story Highlights auf Instagram anzuschauen – die sind recht witzig 😉 Ihr müsst nämlich folgendes wissen: ich habe eigentlich Höhenangst und auch über Kopf fühle ich mich nicht besonders wohl. Die erste Stunde war also gleich ein Sprung ins kalte Wasser, denn ich musste sowohl das Seil bis ganz nach oben klettern (was aber durch meine Crossfit Erfahrung ganz gut geklappt hat), als auch einige einfache Figuren kopfüber machen. Zwischendurch habe ich innerlich geflucht, aber nach jeder überstandenen Pose löste sich die Angst in Luft auf und verwandelte sich in regelrechte Euphorie. Denn je größer die Hemmungen vorher sind, desto größer ist die Freude im Nachhinein.

Im Laufe des Einführungskurses behaupte ich gemerkt zu haben, worauf es bei Aerial Silk ankommt bzw. welche Fähigkeiten mit der Zeit gelehrt werden:

  • Griffkraft: Eine gute Griffkraft ist extrem wichtig, da man ständig das Tuch festhalten muss. Selbst wenn man am Anfang nicht besonders viel davon hat, gewöhnt man sich immer mehr daran.
  • Arme: Da die Füße meistens in einem Knoten am Tuch festgebunden sind muss man sich oft mit den Armen hochheben bzw. festhalten.
  • Beweglichkeit: Es gab zwei Figuren im Einführungskurs, bei denen ich eindeutig an meine Grenzen gekommen bin. Bei beiden geht es darum, auf eine bestimmte Art und Weise in der Luft ein Bein nach oben zu schwingen und um das Tuch einzuwickeln. Man braucht hierfür natürlich Kraft, aber eben auch eine gute Portion an Beweglichkeit. Ich habe ein kleines Problem mit meinen Hüftbeuger, welches mich daran hindert z.b. schöne Kniebeugen zu machen und das habe ich auch bei diesen Figuren gemerkt.
  • Koordination: Wenn man über Kopf hängt und das Tuch sich leicht um die eigene Achse dreht, dann kann man schonmal kurz den Überblick darüber verlieren, wo denn jetzt eigentlich oben und unten ist.
  • Ausdauer: Auch wenn Aerial Silk keine klassische Ausdauersportart ist, kommt man durchaus in einer Trainingseinheit ins Schwitzen.
  • Körperbewusstsein: Wie bei allen Aktivitäten mit tänzerischen Elementen, ist ein gutes Körperbewusstsein von extremer Bedeutung. Wo ist mein rechtes Bein? Ist mein Knie gestreckt? In welche Richtung zeigen meine Füße? All diese und noch mehr Fragen muss man binnen Sekunden beantworten können, um den Körper richtig zu steuern und ihn dahin zu bringen, wo man ihn haben will. Aber keine Angst – man muss kein Tanzprofi sein. Die Trainer haben immer Tipps bereit und ein schneller Blick in den Spiegel kann auch helfen. Außerdem: Übung macht ja bekanntlich den Meister 😉

Am Ende des Kurses war ich ehrlich gesagt etwas traurig, dass es schon vorbei war. Ich bin noch lange kein Profi und es gab Mädels in meiner Gruppe, die eindeutig mehr Talent hatten als ich, aber dennoch hat mir alles sehr viel Spaß gemacht! Ich konnte meine Ängste relativ schnell überwinden bzw. sie haben mich immer weniger gestört. Jede positive Erfahrung prägt und beeinflusst die nächste und das ist genau der Grundgedanke, den ich bei der #12months12sports Challenge verfolge!

Wie sieht es denn bei euch aus –
Seid ihr Aerial Silk Fans oder wollt ihr welche werden?


*in Kooperation mit Aerial Silk Vienna
Fotos @Birgit Chytracek