Letzte Woche habe ich meine neuen Bunny Schuhe zum zweiten Mal getragen. Ich stand zur Rush Hour in der vollen UBahn auf dem Weg nach Hause. Neben mir saßen 6 erwachsene Männer (Mitte 40). Es hat nicht lange gedauert bis der Erste meine Schuhe bemerkte. Schwarze Sneaker mit zwei Hasenohren vorne und einen rosafarbenen Bommel an der Ferse. Keinen Schuh den man jeden Tag sehen würde – ich weiß. Er lächelte und flüsterte etwas seinen Freunden zu. Einer nach dem Anderen drehte sich zu mir um die Schuhe zu „bewundern“ und einer nach dem Anderen lächelte.

Natürlich musste ich selber schmunzeln. Ich schaute den ersten Mann an und er schaut mich an. „Genau dafür sind sie da – um jemanden zum Lächeln zu bringen“. Ich weiß nicht wieso ich das gesagt habe, aber als ich es tat, verwandelte sich sein leicht schockierter Ausdruck in ein ehrliches und fröhliches Grinsen. Zuhause angekommen konnte ich nicht aufhören an diese Begegnung zu denken.

It made my day

Diese Begegnung hat mich glücklich gemacht bzw. macht es immer noch während ich diese Zeilen schreibe. Mode kann etwas so wunderbares sein, die Spaß macht und keine Grenzen kennt. In der heutigen Zeit ist die Auswahl unendlich und kein Wunsch nach außergewöhnlicher Kleidung bleibt offen. Wenn ich heute Bilder von mir im Kindesalter sehe, muss ich immer beim Anblick der Erwachsenen grinsen. Was hatten sie nicht für lustige Sachen damals an. Aber genauso möchte ich grinsen, wenn ich in 30 Jahren auf Bilder von heute zurückblicke. „Ach Natacha wie sahst du damals aus!“. Ich möchte leben und Spaß haben – wieso sollte mein Kleidungsstil nicht ein Teil davon sein? Ich möchte mutig und lustig sein. Ich möchte andere damit anstecken. Und wenn sie sich nicht trauen, möchte ich wenigstens, dass sie bei meinem Anblick grinsen und sich amüsieren. Vielleicht müssen sie auch an unsere Begegnung denken wenn sie heim kommen. Vielleicht denken sie auch „it made my day“.