Im Rahmen meiner #12months12sports Challenge durfte ich im März das Boxtraining im Backyard Vienna ausprobieren. Ich hatte schon davor ein paar andere Bloggerinnen gesehen, die ab und zu dort waren und nun wollte ich das endlich selbst ausprobieren. Ich habe meine Besuche bei Backyard Vienna immer wieder auf Instagram dokumentiert. Im Laufe der Zeit, habt ihr mir einige Fragen zu dieser Sportart und zu dem Studio gestellt und auf die möchte ich jetzt endlich eingehen.

Boxtraining im Backyard Vienna

Welche Kurse gibt es bei Backyard Vienna und wie unterscheiden sie sich von einander?

Es gibt vier verschiedene Kurse bei Backyard Vienna.
Beim Fitnessboxen werden die Boxgrundlagen vermittelt und man „schlägt“ nur mit den Händen. Die Beine kommen aber trotzdem passiv zum Einsatz und man arbeitet insgesamt sehr stark an seiner Koordination. Dabei kommen viele Übungen vor, die man von Rocky Balboa kennt, wie z.B. Seilspringen, Sandsack-Intervalle, Crunches & co. Das Thaiboxen ist mit dem klassischen Boxen verwandt, aber zusätzlich dürfen die Beine für Kicks verwendet werden.
Darüber hinaus kann man im Studio im 7ten Bezirk auch Boxtechnik und Fitness-Yoga Kurse besuchen. Bei den Boxtechnikstunden lernt man komplexe Kombinationen und taktische Feinheiten. Man sollte für diesen Kurs die Grundlagen bereits beherrschen. Beim Fitness-Yoga wird der perfekte Ausgleich zu den anderen Kursen geschaffen. Es zielt vor allem auf die Muskulatur ab, die beim sonstigen Boxtraining beansprucht wird.

Wie intensiv sind die Trainingseinheiten und welche Muskelgruppen werden angesprochen?

Die Trainingseinheiten fangen mit einem kleinen Aufwärmprogramm an. Dieses kann sehr unterschiedlich aussehen aber bestimmte Übungen kommen sehr oft vor: u.a. Seilspringen, Planks, Situps, Liegestütze, Kniebeugen, Jumping Squats und Kräftigungsübungen für die Arme. Danach geht es eigentlich schon los mit verschiedenen Kombinationen als Partner-Übungen, bei denen man abwechselnd schlagen und ausweichen muss.
Insgesamt wird sowohl die Ausdauer als auch die Muskulatur des gesamten Körpers verbessert. Stärker beansprucht werden allerdings die Muskeln der Oberarme, der Oberschenkel Vorderseite und des Rumpfes. Darüber hinaus verbessert man ebenfalls seine Koordination und Reaktionsfähigkeit.
Wie intensiv die Trainingseinheiten tatsächlich sind, hängt von jedem einzelnen Teilnehmer ab. Ich kann während der gesamten Einheiten etwas chillen, ein bisschen schummeln und einfach nicht so viel Gas geben. Oder ich kann wirklich ans Limit gehen und mich anstrengen. Wählt man letzteres, kommt man auch richtig ins Schwitzen und bekommt am nächsten Tag Muskelkater.

Boxen für Frauen

Ist das Boxtraining auch für Anfänger geeignet?

Grundsätzlich kann man als Anfänger sowohl die Fitnessbox- als auch die Thaiboxstunden besuchen, da bei jeder Klasse zwei TrainerInnen vor Ort sind. Alle wärmen sich gemeinsam auf und danach kümmert sich ein Trainer um die Anfänger, und der andere um die Fortgeschrittenen. Wenn man Glück hat, ist man der einzige Anfänger in der Stunde und bekommt somit eine gratis Privateinheit.
Ich persönlich würde aber empfehlen, als Anfänger zuerst die Fitnessboxen Stunden zu besuchen, und erst nach einer gewissen Zeit auf Thaiboxen umzusteigen. Da man beim Thaiboxen nicht nur den Oberkörper, sondern auch den Unterkörper aktiv mit einbindet, ist es koordinativ etwas anspruchsvoller – oder so war es zumindestens für mich.
Richtige Privateinheiten sind übrigens auch super für Anfänger. Da kann der/die TrainerInnen genau auf die persönlichen Schwachstellen eingehen und man wird so richtig herausgefordert. Während meines Trainings bei Backyard Vienna durfte ich zwei Privatstunden ausprobieren: beim José und bei der Katharina. Die zwei sind zwar total nett, aber „ausruhen“ kennen sie nicht. Die Stunden waren lustig, aber vor allem anstrengend – also genau so wie es sein soll!

Brauche ich eine bestimmte Ausrüstung?

Grundsätzlich nicht. Handschoner, Boxhandschuhe und Springseile gibt es vor Ort im Studio. Es muss aber jedem bewusst sein, dass die Hände in den Boxhandschuhe unglaublich schwitzen und diese logischerweise nicht nach jedem Training gereinigt werden können. Wenn man also längerfristig Boxen möchte, ist eine kleine Investition in eigene Boxhandschuhe und Handschoner sicherlich nicht verkehrt. Ich habe meine Ausrüstungen im Daniken Shop gefunden. Die Mitarbeiter vor Ort können einem vor allem was die Größe angeht sehr gut beraten und es gibt eine große Auswahl an Farben. Ich habe mich natürlich für pink entschieden. Teuer sind die Einstiegsmodelle übrigens auch nicht. Und noch eine kleine Info: am liebsten trainiere ich barfuß.

Ist Boxen nicht eher etwas für Männer?

Definitiv nicht! Ich behaupte sogar, dass in den Stunden, an denen ich teilgenommen habe, mehr Frauen anwesend waren als Männer. Eine Frau sollte im Notfall mindestens genauso gut schlagen können wie ein Mann, oder? Außerdem sehen die Studios bei Backyard Vienna richtig hübsch aus und haben nicht diese dunkle und schmuddrige Atmosphäre, die man sich vorstellt: hell, viel weiß und klare Linien, ganz nach dem weiblichen Geschmack. Übrigens gibt es bei Backyard Vienna genauso viele Trainerinnen wie Trainer.

Was kostet das Boxtraining im Backyard Vienna?

Das ist ganz unterschiedlich und davon abhängig, ob ihr Studenten, etc. seid und wie lange ihr euch an das Studio binden möchtet. Je längerfristig, desto billiger. Außerdem kann man auch ein paar Euros sparen, wenn man mehrere Monate bereits im Voraus zahlt. Die teuerste Variante kostet 99€/Monat und erlaubt euch in allen Standorten und so oft ihr wollt zu trainieren. Außerdem kann man auch einen 10er Block kaufen, was ich super praktisch finde, wenn man verschiedene Sportarten parallel ausüben möchte. Alle Details dazu findet ihr auf der Preisliste auf der Backyard Vienna Homepage.

und die wichtigste Frage: Wie hat dir das Boxtraining gefallen?

Die erste Hürde war für mich die Überwindung, jemanden zu schlagen. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, gezielt die Faust gegen einen anderen Menschen zu richten und dabei so viel Kraft wie möglich einzusetzen. Die Handschuhe halten aber eine Menge aus und man lernt in den Stunden, wie man richtig steht und die Arme halten soll, um einen Schlag gut abzubekommen. Es hilft auch sehr, wenn man mit einem Mann die Partnerübungen macht: Wir verlieren die Angst zu schlagen und lernen, dass wir selber viel mehr einstecken können als wir glauben. Man darf nicht vergessen, dass man nicht wirklich ins Gesicht oder sonst so getroffen wird. Ist diese Hürde überstanden, dann fängt der Spaß erst an. Es tut nämlich richtig gut jemanden zu schlagen – wenn niemanden dabei verletzt wird natürlich. Die Boxstunden sind perfekt um viel Energie und die Aggressionen des Alltags loszuwerden!

Handschuhe und Handschoner: Daniken
T-shirt: Marina Hörmannseder
Hose: Nike
Sport BH: Falke Sport

 

Fotos @ Birgit Sportfotografie

* mit freundlicher Unterstützung von Backyard Vienna & daniken.at